
"Betriebsratsverseucht" ist das Unwort des Jahres 2009. Ein "sprachlicher Tiefpunkt im Umgang mit Lohnabhängigen" sei dieser Begriff, so die sprachkritische Jury, die seit 1991 die "Unworte" wählt. Mit dem Aufkleber und dem Button zum Unwort kann man Flagge zeigen für Arbeitnehmerrechte, Mitbestimmung und Betriebsräte.
"Betriebsratsverseucht. Und das ist gut so!" - So lautet die Aufschrift des Aufklebers, der den diskriminierenden Begriff mit einem Augenzwinkern aufgreift und den "Spieß umdreht" (Link siehe unten).
Auch die Gewerkschaften hatten die Wahl zum Unwort des Jahres begrüßt. Die Wahl sei ein Zeichen dafür, dass es "noch ein Bewusstsein dafür gibt, dass Interessen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern wahrgenommen werden müssen und diese Interessenwahrnehmung nicht als Übel zu betrachten ist, sondern als Vorteil für die Menschen", so der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Michael Sommer.
Auch Betriebsräte der IG Metall - unter anderem von Siemens, Volkswagen, Opel, Daimler, Bosch und ThyssenKrupp - bedankten sich mit einer ganzseitigen Zeitungsanzeige bei der Jury. "Wir sagen Danke", so die Überschrift in großen Lettern. Darunter heißt es weiter: "Betriebsratsverseucht - wer so ein Wort benutzt, hat kein Demokratieverständnis. Betriebe dürfen keine demokratiefreie Zone sein."
Das Motto der Dachkampagne des DGB zu den Betriebsratswahlen 2010 lautet: "Betriebsräte machen den Unterschied".
Aufkleber und Button im Onlineshop:
Der "Aufkleber zum Unwort"
Mehr Infos zur DGB-Dachkampagne: www.mitbestimmt.de
Online seit: 28.01.2010